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Jean de Bondol: Jean de Vaudetar prÀsentiert sein Werk, die Bible historiale als Geschenk König Karl V. (Frankreich, 1371/72).[1]

Die Buchmalerei der Gotik ging von Frankreich und England aus, wo sie um 1160/70 einsetzte, wĂ€hrend in Deutschland noch bis um 1300 romanische Formen dominant blieben. WĂ€hrend der gesamten gotischen Epoche blieb Frankreich als fĂŒhrende Kunstnation bestimmend fĂŒr die stilistischen Entwicklungen der Buchmalerei. Mit dem Übergang von der SpĂ€tgotik zur Renaissance verlor die Buchmalerei in der zweiten HĂ€lfte des 15. Jahrhunderts ihre Rolle als eine der bedeutendsten Kunstgattungen infolge der Ausbreitung des Buchdrucks.

An der Wende vom 12. zum 13. Jahrhundert trat die kommerzielle Buchherstellung an die Seite der klösterlichen Buchproduktion, gleichzeitig traten immer mehr KĂŒnstlerpersönlichkeiten namentlich in Erscheinung.[2] Ab dem 14. Jahrhundert wurde der Meister typisch, der eine Werkstatt leitete, mit der er sowohl in der Tafel- als auch in der Buchmalerei tĂ€tig war. Im Laufe des 13. Jahrhunderts löste der hohe Adel den Klerus als wichtigsten Auftraggeber ab, damit wurde die weltliche höfische Literatur ein bevorzugter Gegenstand der Buchmalerei. Der meistillustrierte Buchtyp blieb aber das fĂŒr den privaten Gebrauch bestimmte Stundenbuch.

Im Vergleich zur Romanik ist die gotische Malerei durch einen weichen, durchschwungenen Figurenstil und fließende FaltenwĂŒrfe gekennzeichnet. Diese Tendenz blieb wĂ€hrend der gesamten gotischen Epoche gĂŒltig und fand ihren Höhepunkt im sogenannten Weichen Stil. Weitere charakteristische Merkmale waren die Verwendung zeitgenössischer architektonischer Elemente zur dekorativen Gliederung der Bildfelder. Ab der zweiten HĂ€lfte des 12. Jahrhunderts fanden in ganz Europa meist rote und blaue FleuronnĂ©-Initialen als typische Dekorform der Manuskripte des unteren und mittleren Ausstattungsniveaus Verwendung. SelbstĂ€ndige Szenen, die als historisierte Initialen und Drolerien am unteren Bildrand ausgefĂŒhrt wurden, boten Raum fĂŒr fantasievolle, vom illustrierten Text unabhĂ€ngige Darstellungen und trugen wesentlich zur Individualisierung der Malerei und zur Abkehr von erstarrten Bildformeln bei. Ein naturalistischer Realismus mit Perspektive, rĂ€umlicher Tiefenwirkung, Lichteffekten und realistischer Anatomie der dargestellten Personen setzte sich, ausgehend vom Realismus der Kunst der sĂŒdlichen Niederlande, im Laufe des 15. Jahrhunderts zunehmend durch und wies auf die Renaissance.

Inhaltsverzeichnis

Bearbeiten Grundlagen der gotischen Buchmalerei

Bearbeiten Zeitlicher und geografischer Rahmen

Der frĂŒhgotische Ingeborg-Psalter (Tournai, um 1195).[3]

Die Gotik ist eine Stilepoche des Abendlandes, also Europas ohne den byzantinischen Kulturkreis, dessen Kunst indes großen Einfluss auf diejenige Westeuropas ausĂŒbte. Ausgangspunkt der Gotik war Frankreich, das bis in die SpĂ€tgotik die fĂŒhrende europĂ€ische Kunstnation blieb.

Die zeitlichen Grenzen zur vorangehenden Romanik und zur nachfolgenden Renaissance sind fließend und können in unterschiedlichen Regionen um etliche Jahrzehnte variieren. In Frankreich setzte die Gotik in der Buchmalerei um 1200 ein[4] – fast vier Jahrzehnte nach dem Bau der ersten frĂŒhgotischen Kathedralen. England wurde um 1220 von diesem Stilwandel erfasst,[2] wĂ€hrend sich in Deutschland romanische Formen teilweise noch bis um 1300 hielten.[5] Überall ging dem Stilwandel in der Malerei derjenige in der Architektur voraus. Um 1450 trat der Holzschnitt, insbesondere in der Form des Blockbuchs, in Konkurrenz zur aufwĂ€ndigen Buchmalerei. Die rasche Ausbreitung des Buchdrucks und der zunĂ€chst meist noch nachtrĂ€glich handkolorierten Druckgrafik in der zweiten HĂ€lfte des 15. Jahrhunderts verdrĂ€ngte die Buchmalerei weitgehend, besonders, seit mit dem Kupferstich eine Drucktechnik entwickelt worden war, die auch kĂŒnstlerisch anspruchsvolle Illustrationen ermöglichte. Bereits gegen Ende des 15. Jahrhunderts hatte der Kupferstich die Buchmalerei nicht nur in rationeller Hinsicht ĂŒberflĂŒgelt, sondern auch in kĂŒnstlerischer: Große RenaissancekĂŒnstler wie der Meister E. S., Martin Schongauer, Albrecht DĂŒrer oder Hans Burgkmair der Ältere widmeten den grafischen Techniken und nicht der Buchmalerei ihre grĂ¶ĂŸte Aufmerksamkeit. WĂ€hrend die Druckgrafik zum Massenmedium wurde, konzentrierte sich die Buchmalerei nun wieder ganz auf reprĂ€sentative Prachtcodices, die noch bis in 16. Jahrhundert hinein entstanden. Der Aufgabenwandel der Buchmalerei fiel in etwa mit dem Übergang von der Gotik zur Renaissance zusammen.

Bearbeiten Materialien und Techniken

Die EinfĂŒhrung von Papier als Beschreibstoff revolutionierte das Buchwesen grundlegend. Das Papier war bereits um 100 n. Chr. von einem Beamten des Kaiserhofes in China erfunden worden[6], hatte sich im 12. Jahrhundert in Arabien durchgesetzt und gelangte im 13. und 14. Jahrhundert nach Europa. Im 15. Jahrhundert verdrĂ€ngte es das Pergament fast vollstĂ€ndig und verbilligte die Herstellung von BĂŒchern deutlich.

WĂ€hrend der gesamten gotischen Zeit stieg die Buchproduktion rapide an. Im gleichen Maße, wie das Buch fĂŒr breitere Schichten erschwinglich wurde, nahm das ĂŒbliche Ausstattungsniveau ab. Der reprĂ€sentative Prachtcodex mit Deckfarbenmalerei, in AusnahmefĂ€llen weiterhin mit Vergoldungen und auf Pergament, wurde zunehmend zur Ausnahmeerscheinung, die Textillustration durch lasierte Federzeichnungen oder nur durch anspruchslose historisierte Initialen die Regel.

Da illustrierte BĂŒcher seit dem 13. Jahrhundert zunehmend fĂŒr den privaten Gebrauch geschaffen wurden, traten kleinformatige Gebrauchshandschriften an die Stelle der großformatigen Codices fĂŒr Klostergemeinschaften oder fĂŒr die Liturgie.

Bearbeiten KĂŒnstler und Auftraggeber

Rogier van der Weyden: Jean Wauquelin prĂ€sentiert sein Werk Philipp dem Guten, Frontispiz der Chronik von Hennegau,[7] (sĂŒdliche Niederlande, um 1446).

An der Wende vom 12. zum 13. Jahrhundert trat die kommerzielle Buchherstellung an die Seite der monastischen Buchproduktion.[8] Ausgangspunkt fĂŒr diesen gravierenden Einschnitt waren die UniversitĂ€ten, besonders die von Paris und Bologna, wo jedoch vor allem theologische und juristische Gebrauchsliteratur entstand, die relativ selten illuminiert wurde. FĂŒr die Buchmalerei war der hohe Adel bedeutsamer, der wenig spĂ€ter als Auftraggeber weltlicher höfischer Literatur hinzukam. Adlige Damen spielten eine wichtige Rolle fĂŒr die Förderung der Literatur wie der Buchmalerei. Im 14. und vor allem im 15. Jahrhundert erweiterte sich dieser Kreis um den niederen und den Amtsadel, um Patrizier und schließlich um reiche Kaufleute, fĂŒr die vor allem StundenbĂŒcher und andere AndachtsbĂŒcher fĂŒr den privaten Gebrauch hergestellt wurden. Besonders adlige Auftraggeber wurden hĂ€ufig in Dedikationsbildern auf einem der ersten BlĂ€tter einer Handschrift dargestellt. Anhand solcher Widmungsbilder lĂ€sst sich gut die Tendenz zu immer realitĂ€tsnĂ€heren PortrĂ€ts verfolgen.

Mit der Herausbildung kommerzieller Ateliers treten in der Gotik immer mehr KĂŒnstlerpersönlichkeiten namentlich in Erscheinung. Ab dem 14. Jahrhundert wurde der Meister typisch, der eine Werkstatt leitete, mit der er sowohl in der Tafel-, als auch in der Buchmalerei tĂ€tig war. Daneben blieben die klösterlichen Skriptorien produktiv.

Besonders in den oberdeutschen Reformklöstern des 15. Jahrhunderts lassen sich hĂ€ufig auch Nonnen wie Sibylla von Bondorf als Buchmalerinnen nachweisen. Die typischen Werke dieser „Nonnenmalereien“ sind farbenfroh, von gefĂŒhlsbetontem Ausdruck geprĂ€gt und kĂŒnstlerisch wenig anspruchsvoll. Ob Nonnen darĂŒber hinaus Anteil an herausragenden Werken hatten, die fĂŒr Frauenkonvente hergestellt wurden, oder inwieweit Frauen in professionellen Ateliers mitarbeiten konnten, ist nicht bekannt. FĂŒr Frauenklöster wurden jedenfalls meisterhafte Buchmalereien wie das Katharinentaler Graduale[9] oder das Wonnentaler Graduale[10] geschaffen. Die Schriftstellerin Christine de Pizan berichtet um 1405 in der Stadt der Frauen von einer Buchmalerin Anastasia, die unter anderem Werke Christines illuminiert habe und alle KĂŒnstler der Stadt Paris im Malen von Weinblattornamenten zur Verzierung von BĂŒchern sowie von Hintergrundlandschaften ĂŒbertreffe und ihre Werke teuer verkaufe.[11]

Im 15. Jahrhundert setzten sich freie WerkstĂ€tten durch, die manufakturhaft ohne konkreten Auftrag preiswerte Handschriften mit einfachen lasierten Federzeichnungen auf Vorrat herstellten und ihr Verlagsprogramm anschließend bewarben. Die bekannteste Werkstatt dieser Art ist die von Diebold Lauber, der zwischen 1427 und 1467 in Hagenau nachweisbar ist. Nach der raschen Verbreitung des Buchdrucks und druckgrafischer Buchillustrationen konzentrierten sich einige Buchmaler wieder auf reprĂ€sentative Prachthandschriften. BerĂŒhmte KĂŒnstler an der Schwelle zur Renaissance, die als Tafel- und Buchmaler hervortraten und leistungsstarke WerkstĂ€tten leiteten, waren Jan van Eyck, Jean Fouquet oder Andrea Mantegna. WĂ€hrend regionale Stileigenheiten zurĂŒcktraten, gewann die individuelle Handschrift der einzelnen KĂŒnstlerpersönlichkeit an Gewicht.

Bearbeiten Buchtypen

Doppelseite aus dem Stundenbuch des Herzogs von Berry[12] der BrĂŒder von Limburg (Frankreich, zwischen 1410 und 1416).

Das Spektrum der illustrierten Texte erweiterte sich in gotischer Zeit deutlich. Besonders weltliche, höfische Literatur in der Volkssprache wurde seit dem spĂ€ten 12. Jahrhundert Gegenstand der Illustration und trat an die Seite der lateinischen liturgischen Texte. Die einzige weltliche Gattung, die auf allerhöchstem Niveau mit Goldgrund und Deckfarbenmalerei illuminiert wurde, war die Chronistik. Weltchroniken verbanden die Geschichtsschreibung mit laienreligiöser Literatur. AuffĂ€llig ist, dass die deutsche Heldenepik erst spĂ€t und dann selten und mit geringem Anspruch illustriert wurden, wĂ€hrend die anscheinend stĂ€rker der Geschichtsschreibung zugeordnete Chanson de geste um die Taten Karls des Großen in Frankreich besonders aufwendig ausgestattet wurde. Prachthandschriften, jedoch ohne GoldgrĂŒnde, entstanden auch fĂŒr Sammlungen höfischer Epik oder Lyrik. Ein berĂŒhmtes Beispiel einer solchen Sammelhandschrift ist der Codex Manesse[13], der um 1300 in ZĂŒrich entstand.

Besonders im Umfeld der UniversitĂ€ten kamen im 13. Jahrhundert illuminierte Sach- und Fachtexte auf. In Bologna dominierten juristische BĂŒcher. In den Bereich des Rechtswesens gehörten auch die kaiserlichen oder pĂ€pstlichen Bullen, deren berĂŒhmtestes illustriertes Exemplar die Goldene Bulle Karls IV.[14] in einer Auftragsarbeit fĂŒr König Wenzel aus dem Jahr 1400 ist. Eine mehrfach illustrierte Rechtsquelle fĂŒr den praktischen und nicht fĂŒr den akademischen Gebrauch war der Sachsenspiegel des Eike von Repgow.

Die typische illustrierte Handschrift der Gotik blieb jedoch das religiöse Buch, das im Gegensatz zu frĂŒheren Zeiten jetzt aber vor allem fĂŒr die private Andacht von Laien bestimmt war. Im 13. Jahrhundert war fĂŒr diesen Zweck vor allem der Psalter bestimmt, aus dem spĂ€ter das Stundenbuch hervorging, das zum meistillustrierten Buchtyp wurde. In den Bereich der Laienfrömmigkeit gehören auch die Historienbibeln und die Biblia pauperum. Im universitĂ€ren und im klösterlichen Umfeld wurden theologische Traktate der KirchenvĂ€ter, der großen Scholastiker und Mystiker, Heiligenlegenden sowie Autoren der lateinischen und griechischen Antike in großer Zahl illustriert.

Bearbeiten EinflĂŒsse anderer KĂŒnste

War fĂŒr die romanische Buchkunst die Wandmalerei wegweisend, so nahm die gotische vor allem Anregungen der Glasmalerei auf, die die gotischen Kathedralen maßgeblich prĂ€gten. Unmittelbar ĂŒbernahm die Buchmalerei das hĂ€ufig dominierende leuchtende rot und blau in die Miniaturen, zumindest soweit es sich um reprĂ€sentative Deckfarbenmalereien handelte. Die Adaption der Glasmalerei betraf besonders den Mustergrund der Miniaturen, Vergoldungen trugen zur Leuchtkraft der Manuskripte bei.

Besonders deutlich wird die AbhĂ€ngigkeit von der Glasmalerei in den frĂŒhgotischen französischen Bible moralisĂ©e, die in 14 Handschriften ĂŒberliefert sind. Biblische Szenen und ihre typologischen Entsprechungen stehen sich hier in Rundfeldern gegenĂŒber. Neben der Anordnung spiegeln sich auch die Farbgebung und der Stil gotischer Medaillonfenster französischer Kathedralen in den Miniaturen wieder.

Wenig spĂ€ter ĂŒbertrug die Buchmalerei auch das Maßwerk der gotischen Kathedralarchitektur in ihr Medium. Bauplastische Formen wurden als Bildornamentik ĂŒblich, die an die Wimperge, Fialen, Fensterrosen, Giebel, Friese und DreipĂ€sse etwa der Pariser Sainte-Chapelle oder der großen gotischen Kathedralen erinnern. Die leuchtende Farbgebung in rot, blau und gold könnte einen Hinweis auf die farbige AusschmĂŒckung gotischer Kathedralen geben, die fast nur noch in schriftlichen Quellen zu fassen, in den Kirchen aber nicht mehr erhalten ist.

Bearbeiten Stilgeschichte

Siehe auch die Übersicht Hauptwerke der gotischen Buchmalerei

Bearbeiten Allgemeine Stilmerkmale und Entwicklungen

Codex Manesse[13] (ZĂŒrich, um 1300).

Stilistische Charakteristika, die wĂ€hrend der gesamten Gotik gĂŒltig blieben, waren ein weicher, durchschwungener Figurenstil mit geschmeidigem, kurvig linearem Duktus, höfische Eleganz, ĂŒberlĂ€ngte Figuren und fließende FaltenwĂŒrfe. Ein weiteres Kennzeichen war die Verwendung zeitgenössischer architektonischer Elemente zur dekorativen Gliederung der Bildfelder.

Ab der zweiten HĂ€lfte des 12. Jahrhunderts fanden in ganz Europa meist rote und blaue FleuronnĂ©-Initialen als typische Dekorform der Manuskripte des unteren und mittleren Ausstattungsniveaus Verwendung. In den meisten gotischen Handschriften ist das FleuronnĂ© die einzige Ausstattungsform und wurde dann vom Rubrikator ausgefĂŒhrt, der besonders bei anspruchslosen Manuskripten meist mit dem Schreiber identisch war. Das FleuronnĂ© ist besonders gut als Anhaltspunkt fĂŒr die Datierung und Lokalisierung von Handschriften geeignet.

SelbstĂ€ndige Szenen, die als historisierte Initialen und Drolerien am unteren Bildrand boten Raum fĂŒr fantasievolle, vom illustrierten Text unabhĂ€ngige Darstellungen und trugen wesentlich zur Individualisierung der Malerei und zur Abkehr von erstarrten Bildformeln bei.

Als Folge der ĂŒberregionalen Heiratspolitik der europĂ€ischen FĂŒrstenhĂ€user sowie der wachsenden MobilitĂ€t der KĂŒnstler bildete sich etwa zwischen 1380 und 1420 eine in ganz Europa verbreitete Formensprache heraus, die wegen ihrer ĂŒberregionalen Verbindlichkeit als Internationale Gotik bezeichnet wird. Charakteristika dieses Stils waren weich fließende Gewandfalten und Frisuren sowie schlanke Figuren mit höfischen, enganliegenden und hochgegĂŒrteten GewĂ€ndern. Wegen der weichen Zeichenlinie wurde frĂŒher auch vom „Weichen Stil“ gesprochen.

Ein typisches Merkmal gotischer Malerei war, die dargestellten Figuren in zeitgenössischer Mode und in gotischer Architektur darzustellen, auch wenn es sich um biblische Ereignisse handelte. Bereits im 13. Jahrhundert mehren sich die Beispiele von SkizzenbĂŒchern, die nicht mehr nur ikonografische Vorbilder von anderen Kunstwerken ĂŒbernahmen, sondern Neuschöpfungen durch eigene Natur- und Architekturstudien darstellten. Ein berĂŒhmtes Skizzenbuch ist das des Franzosen Villard de Honnecourt,[15] das um 1235 entstand. An der Schwelle zur Renaissance, ausgehend vom Realismus der Kunst der sĂŒdlichen Niederlande, dominierten naturalistische Darstellungen. Perspektive, rĂ€umliche Tiefenwirkung, Lichteffekte und realistische Anatomie der dargestellten Personen setzten sich im Laufe des 15. Jahrhunderts durch und weisen auf die Renaissance.

Nach der Ausbreitung des Buchdrucks konzentrierte sich die Buchmalerei der zweiten HĂ€lfte des 15. Jahrhunderts wieder auf besonders prĂ€chtige ReprĂ€sentationscodices fĂŒr hochrangige Auftraggeber. Überhaupt wird die Abgrenzung von Buch- und Tafelmalerei im Laufe der SpĂ€tgotik zunehmend schwierig: Die Miniaturen ĂŒbernahmen immer mehr die komplexen Bildkompositionen der Monumentalmalerei und entwickelten sich von der lehrhaften Textillustration zum weitgehend autonomen Bild.

Bearbeiten Frankreich

Bible moralisée,[16] Gott als Architekt (Frankreich, um 1250).

Um 1200 hatte die höfische Kultur und die bildende Kunst Frankreichs eine allgemein anerkannte Vorrangstellung im Abendland erlangt und strahlte auf ganz Europa aus. BegĂŒnstigt wurde diese Hegemonialstellung durch eine Kombination verschiedener Faktoren, zu denen die fortgeschrittene Zentralisierung Frankreichs mit einem stark höfisch geprĂ€gten Königtum, die Entwicklung einer nationalen Idee und die Ausstrahlungskraft der Pariser UniversitĂ€t zĂ€hlten.[17] In Frankreich, besonders in Paris, setzte auch die bedeutsame Verlagerung der Handschriftenproduktion in professionelle WerkstĂ€tten weltlicher KĂŒnstler ein. Diese konzentrierten sich seit Ende des 13. Jahrhunderts in der Pariser Rue Erembourg, der heutigen Rue Boutebrie, unweit der Kopisten und der PapierhĂ€ndler.[18]

Der um 1195 in Tournai entstandene Ingeborg-Psalter[3] oder die Bible moralisĂ©e sind Höhepunkte der frĂŒhgotischen Buchmalerei. In diesen Handschriften geht die romanische Formensprache in eine klassische Phase ĂŒber, deren Merkmale weich fließende, faltenreiche GewĂ€nder und fein modellierte Gesichter und eine neue Körperlichkeit der dargestellten Figuren sind.

Der neue Stil konstituierte sich, bis er etwa um 1250 alle wesentlichen Charakteristika ausgebildet hatte und die Zeit der Hochgotik anbrach. Zu den reprĂ€sentativen Beispielen aus dem dritten Viertel des 13. Jahrhunderts gehört der Psalter Ludwigs des Heiligen[19], das Evangeliar der Sainte-Chapelle[20] oder der Roman de la Poire.[21]

Mit MaĂźtre HonorĂ© tritt Ende des 13. Jahrhunderts ein neuer, herausgehobener Typus des KĂŒnstlers in Erscheinung: der Hofmaler, der ausschließlich fĂŒr den König oder einen FĂŒrsten arbeitete. MaĂźtre HonorĂ© ist als erster dieser Hofmaler nachweisbar und gleichzeitig der erste namentlich bekannte Buchmaler Frankreichs. Er und seine Zeitgenossen waren bemĂŒht, ihren Bildern DreidimensionalitĂ€t zu verleihen und schufen dabei Werke, die in der plastischen Modellierung der GewĂ€nder, Gesichter und Haaren an Skulpturen und Reliefs erinnern. Ein beispielhaftes Werk aus der Werkstatt des MaĂźtre HonorĂ© ist das um 1290 entstandene Brevarium Philipps des Schönen[22]

Die erste wirklich dreidimensionale Innenraumdarstellung nördlich der Alpen findet sich um 1324–1328 im kleinformatigen Stundenbuch der Jeanne d'Evreux[23] des Hofmalers Jean Pucelle, der Frankreich erstmals mit der italienischen Trecento-Kunst vertraut machte. Gleichzeitig fĂŒhrte er die Grisaille-Technik in die Buchmalerei ein, die im gesamten 14. Jahrhundert sehr beliebt bleiben sollte und von seinen SchĂŒlern wie Jean le Noir ĂŒbernommen wurde. DarĂŒber hinaus prĂ€gte er stark die typische hochgotische Rahmung mit durch Drolerien durchsetzten Blattranken, die Bild und Textspiegel umklammern. Pucelle ist auch der erste Buchmaler, ĂŒber den in den Jahren 1325–1334 mehrere Urkunden sowie Eintragungen in Kolophonen[24] Auskunft geben. So ist bekannt, dass er in seiner Werkstatt mindestens drei Mitarbeiter beschĂ€ftigte.

BrĂŒder Limburg: Stundenbuch des Herzogs von Berry,[12] Monatsbild August (Frankreich, zwischen 1410 und 1416).

Wesentlich bestimmt wurde die Buchmalerei dieser Zeit durch das MĂ€zenatentum König Karls V., der von 1364 bis 1380 regierte und als einer der grĂ¶ĂŸten Bibliophilen des Mittelalters gilt. Indem er auslĂ€ndische KĂŒnstler nach Paris zog, darunter Jean de Bondol aus BrĂŒgge und Zebo da Firenze, hatte Karl großen Anteil daran, dass Paris zu einem internationalen Zentrum der Buchmalerei wurde, das neue Impulse aufnahm und auf ganz Europa ausstrahlte. Ähnlich bedeutsame Kunstförderer wurden seine BrĂŒder Jean de Berry und Philipp der KĂŒhne. Im Dienste des Herzogs von Berry standen neben AndrĂ© Beauneveu und dem aus dem flĂ€mischen Artois stammenden Jacquemart de Hesdin auch die BrĂŒder von Limburg, die zwischen 1410 und 1416 mit dem Stundenbuch des Herzogs von Berry[12] das berĂŒhmteste illustrierte Manuskript des 15. Jahrhunderts schufen, in dem die ersten realistischen Landschaftsmalereien der Kunst nördlich der Alpen zu finden sind.

Jean Fouquet: Stundenbuch des Étienne Chevalier,[25] (Frankreich, vor 1457, BegrĂ€bniszug).

Die ersten zentralperspektivischen InnenrĂ€ume finden sich beim Boucicaut-Meister, der zwischen 1405 und 1420 in Paris nachweisbar ist. Er und die BrĂŒder Limburg fĂŒhrten die Akanthusranke als beherrschendes Ziermotiv in die französische Buchmalerei ein. Der 1405–1465 in Paris wirkende Bedford-Meister fĂŒgte die Hauptminiaturen mit den umgebenden Randszenen als thematische Einheit zusammen. Jean de Bondol scheute sich nicht, selbst den König in einem Widmungsbild[1] unidealisiert darzustellen und die an die Wirklichkeit angenĂ€herte PortrĂ€tkunst in die Buchmalerei einzufĂŒhren. Gemeinsam markieren die BrĂŒder von Limburg, der Boucicaut-Meister, der Bedford-Meister und Jean Bondol einen neuen realistischen Stilabschnitt der gotischen Buchmalerei, der die italienische Trecento-Kunst und die Internationale Gotik produktiv umwandelte. Zeitgleich ist der Rohan-Meister zu nennen, der indessen einen Sonderweg beschritt und sonst verbindliche Konventionen der französischen Buchmalerei teilweise ignorierte.

Neben dem dominierenden Zentrum Paris konnte sich im 14. Jahrhundert lediglich die Papstresidenz Avignon als eigenstĂ€ndiges Kunstzentrum behaupten. Im zweiten Viertel des 15. Jahrhunderts verlor Paris jedoch in Folge der Niederlage Frankreichs gegen England im HundertjĂ€hrigen Krieg und der daraus resultierenden SchwĂ€che des Königtums – der Königshof wich zudem in die Touraine aus – seine alles ĂŒberragende Stellung als Kunstzentrum zugunsten der Loire-Region und Westfrankreichs, wo FĂŒrstenhöfe mit der Pracht des Königs konkurrierten und bedeutende KĂŒnstler als Hofmaler anzogen. Selbst in Paris stand beispielsweise der Bedford-Meister nicht im Dienst des Königs, sondern des englischen Statthalters, des Duke of Bedford.

Unmittelbar nach der Jahrhundertmitte etablierte sich ein neuer Stil, der stark vom Realismus der Kunst der sĂŒdlichen Niederlande beeinflusst wurde. Der Jouvenel-Meister, der zwischen 1447 und 1460 nachweisbar ist, fĂŒhrt zu Jean Fouquet aus Tours, der im dritten Viertel des 15. Jahrhunderts zur ĂŒberragenden KĂŒnstlerpersönlichkeit Frankreichs wurde. Zu seinen Hauptwerken zĂ€hlen das Stundenbuch des Étienne Chevalier[26] und die Grandes Chroniques de France.[27] Mit Fouquet stand die französische Malerei an der Schwelle von der Gotik zur Renaissance. Sein Werk gilt als eigenstĂ€ndige Synthese der französischen Maltradition, der italienischen FrĂŒhrenaissance des Quattrocento und des niederlĂ€ndischen Realismus. Besonders die perspektivischen Konstruktionen, die LichtfĂŒhrung und die historische Genauigkeit seiner Bilder erweisen Fouquet als einen der bedeutendsten Maler seiner Zeit.

Der einzige Buchmaler vom Rang Fouquets war der aus den Niederlanden stammende BarthĂ©lemy d’Eyck, der zwischen 1457 und 1470 fĂŒr RenĂ© d’Anjou das Buch vom liebentbrannten Herzen[28] illustrierte. Nach Fouquet treten nur noch einzelne Buchmaler in Erscheinung, darunter Jean Colombe in Bourges, Jean Bourdichon in Tours oder MaĂźtre François in Paris.

Bearbeiten England

Douce-Apokalypse[29] (London, Hofschule von Westminster, 1270–1272).

Um 1220 vollzog sich in England der graduelle Übergang von der romanischen zur gotischen Buchmalerei.[2] Die stĂ€rkste Verbindung zur französischen Buchmalerei zeigen die Ateliers im Umkreis des englischen Hofes, der allerdings im Vergleich zu den französischen Königen eine geringe Rolle als Auftraggeber illuminierter Handschriften spielte. Charakteristisch fĂŒr die englische Buchmalerei sind besonders zwischen etwa 1280 und 1340 die grotesken Tiere und skurrilen Figuren der vom Text weitgehend losgelösten Drolerien. Neben Illustrationen in Deckfarbenmalerei mit Goldgrund fĂŒhrte die englische Buchmalerei die auf den britischen Inseln besonders verbreitete Technik der kolorierten Zeichnung fort.

Queen Mary's-Psalter[30] (um 1310) mit historisierter Initiale und Drolerien.

Der Benediktinermönch Matthew Paris aus dem Kloster St Albans sticht als Autor, Schreiber und Buchmaler hervor und gehörte dem engsten Beraterkreis König Heinrichs III. an. Sein Hauptwerk sind die Chronica majora, die er mit teilweise lasierten Federzeichnungen illustrierte, welche teilweise auf eigener Augenzeugenschaft beruhten. Das Skriptorium von Salisbury lehnte sich an den Stil St Albans an. Im Umfeld der UniversitĂ€t etablierten sich im zweiten Drittel des 13. Jahrhunderts WerkstĂ€tten nach Pariser Vorbild. Hier wirkte William de Brailes, der mehrere seiner Miniaturen um die Mitte des 13. Jahrhunderts signierte und so einer der wenigen namentlich bekannten Buchmaler dieser Zeit ist. Bedeutende WerkstĂ€tten gab es auch in London, wo es besonders zahlungskrĂ€ftige KĂ€ufer gab.

Der am hĂ€ufigsten illustrierte Buchtyp der englischen Gotik war der Psalter, auch noch als sich im 14. Jahrhundert auf dem Kontinent lĂ€ngst das Stundenbuch durchgesetzt hatte. Zu den bedeutenden Psaltern der englischen Gotik des 13. Jahrhunderts gehören der Westminster-Psalter[31], einige Psalter aus Peterborough,[32] ein um die Mitte des 13. Jahrhunderts fĂŒr eine Nonne in Amesbury illustriertes Exemplar,[33] ein Psalter fĂŒr einen Abt von Evesham[34], der ungewöhnlich reich ausgestattete sogenannte Oscott-Psalter,[35] der um 1270 möglicherweise fĂŒr den spĂ€teren Papst Hadrian V. illuminiert wurde, und der Alphonso-Psalter.[36] Aus dem 14. Jahrhundert ragen der Ormesby-Psalter,[37] der Luttrell-Psalter,[38] der Gorleston-Psalter,[39] der Lisle-Psalter,[40] der Peterborough-Psalter[41] und vor allem der besonders prĂ€chtige Queen Mary's-Psalter[30] heraus. Daneben gehörten Bibeln und einzelne BibelbĂŒcher zu den bevorzugten Buchtypen der englischen Buchmalerei, darunter besonders die illuminierten Apokalypse-Handschriften des 13. Jahrhunderts, etwa die Trinity College-Apokalypse[42] (um 1242–1250), die Lambeth-Apokalypse[43] (1260–1270), die Douce-Apokalypse[29] (1270–1272). Andere Themen der Buchmalerei waren Heiligenlegenden sowie Bestiarien.

Im 14. Jahrhundert entwickelte sich London zum wichtigsten Zentrum der englischen Buchmalerei, wo der königliche Hof jetzt eine fĂŒhrende Rolle fĂŒr die Förderung der Buchmalerei hatte. Vor allem Westminster zog KĂŒnstler unterschiedlichster Herkunft an und prĂ€gte einen eigenen Stil, zunĂ€chst den Court Style, dann den Queen Mary Style. Ende des 14. Jahrhunderts förderte besonders Richard II. die Buchmalerei. In East Anglia entstanden fĂŒr die Familie Bohun bedeutende illuminierte Handschriften mit lebendigen, naturalistischen Details.

Um 1400 dominierte auch in England eine Form der Internationalen Gotik. Auffallend sind die zahlreichen großformatigen Handschriften, die um diese Zeit wieder vermehrt produziert wurden. Im 15. Jahrhundert wurde die englische Buchmalerei besonders von flĂ€mischen und niederrheinischen illustrierten Handschriften beeinflusst, die zahlreich eingefĂŒhrt wurden. Eine wichtige Rolle spielte in der ersten HĂ€lfte des 15. Jahrhunderts der wohl vom Niederrhein stammende Buchmaler Herman Scheerre.

Schwere Verluste hatten die Aufhebung der Klöster 1536–40 und die Bilderfeindlichkeit der Reformatoren im 16. und 17. Jahrhundert zur Folge.

Bearbeiten Niederlande

Darstellung Marias von Geldern im „Weichen Stil“ (Marienborn bei Arnheim, 1415)[44]

WĂ€hrend des gesamten Mittelalters dominierten die sĂŒdlichen Niederlande mit Flandern und Brabant den niederlĂ€ndischen Raum wirtschaftlich und kulturell. Teile der sĂŒdlichen Niederlande gehörten zur französischen Krone und waren seit dem 14. Jahrhundert als Burgundische Niederlande eng mit Frankreich verbunden. So durchdrang die französische Gotik die sĂŒdlichen Niederlande im 13. Jahrhundert besonders stark. Der Übergang von der Romanik zur Gotik war hier gegen 1250 vollzogen. Bereits seit karolingischer Zeit hatte das Maasland, besonders das Bistum LĂŒttich eine bedeutende Vermittlerrolle zwischen französischer und deutscher Buchkunst. Im 14. Jahrhundert ĂŒberrundete Maastricht die Bischofsstadt LĂŒttich mit zahlreichen Bibelillustrationen, Heiligenviten, aber auch profanen Werken. Ein drittes Zentrum war Sint-Truiden.

Stand die flĂ€mische Buchmalerei im 13. Jahrhundert noch ganz unter dem Einfluss und im Schatten derjenigen von Paris, so zogen die großen französischen Auftraggeber des 14. Jahrhunderts bereits hĂ€ufig flĂ€mische Meister wie Jean de Bondol, AndrĂ© Beauneveu oder Jacquemart de Hesdin nach Paris. Vermutlich unter italienischem Einfluss wurde der dreidimensionale Raum ein wichtiges Thema der niederlĂ€ndischen Buchmalerei. Der Wille zu mehr Naturtreue wirkte sich auch auf die Personendarstellungen aus. Etwa 1375–1420 dominierte auch in den Niederlanden der Internationale Stil.

Das 15. Jahrhundert war die große BlĂŒtezeit der flĂ€mischen Buchmalerei. Nun stammten fĂŒhrende in Frankreich arbeitende KĂŒnstler, wie die BrĂŒder von Limburg oder spĂ€ter BarthĂ©lemy d’Eyck aus den Niederlanden, unter der Regentschaft Philipps des Guten und Karls des KĂŒhnen entfalteten sich aber auch die flĂ€mischen StĂ€dte zu ihrer grĂ¶ĂŸten wirtschaftlichen und kulturellen BlĂŒte. Besonders Philipp versammelte an seinem Hof in BrĂŒgge herausragende KĂŒnstler wie Loyset LiĂ©det, Willem Vrelant oder Jan de Tavernier. Eine Reihe illuminierter Handschriften aus Valenciennes aus den Jahren 1458–1489 wird Simon Marmion zugeschrieben und zeigt EinflĂŒsse der Landschaftsdarstellungen des Dierick Bouts. Den Illusionismus der niederlĂ€ndischen Buchmalerei steigerte der anonyme Meister der Maria von Burgund durch Trompe-l’Ɠil-Effekte.

Meister G des Turin-MailĂ€nder Stundenbuches[45], evtl. identisch mit Jan van Eyck, Geburt Johannes’ des TĂ€ufers (Flandern, 1422–1424).

Zu dieser Zeit schwand der Einfluss der französischen Kunst, und die altniederlĂ€ndische Malerei entwickelte einen ausgeprĂ€gten eigenen Charakter, deren revolutionĂ€re Neuerung das Malen aufgrund von Naturbeobachtungen war. Das unverwechselbar Neue in der altniederlĂ€ndischen Malerei zeigte sich zunĂ€chst darin, dass die mittelalterlichen GoldgrĂŒnde durch realistische Landschaften als Bildhintergrund ersetzt wurden. Die genaue Naturbeobachtung erstreckte sich auch auf die Darstellung des menschlichen Körpers, dessen Bewegung und OberflĂ€chencharakter genau nachgestellt wurde, sowie auf eine PlastizitĂ€t unbelebter GegenstĂ€nde durch genau beobachtete und wirkungsvoll eingesetzte Lichteffekte. Die zentrale Person der grundlegenden Erneuerung der Kunst dieser Zeit war Jan van Eyck, der möglicherweise selbst als Buchmaler tĂ€tig war und das Turin-MailĂ€nder Stundenbuch illuminierte.

Willem Vrelant (Umkreis): Schwarzes Stundenbuch[46] mit eingefĂ€rbtem Pergament (BrĂŒgge, um 1475).

Nach dem Tod Karls des KĂŒhnen 1477 und dem Untergang des Hauses Burgund schwand plötzlich der heimische Absatzmarkt fĂŒr die niederlĂ€ndischen KĂŒnstler. In der Folge exportierten Meister wie Simon Bening und der Meister des Dresdner Gebetbuches qualitĂ€tvolle StundenbĂŒcher als LuxusgĂŒter in alle europĂ€ischen LĂ€nder. Die flĂ€mischen WerkstĂ€tten hatten nicht nur einen hohen Leistungsstandard, sondern waren auch gut organisierte Produktionszentren, die die AndachtsbĂŒcher in großer Zahl und fĂŒr eine breite Kundenschicht herstellen konnten. Die farbenfrohe und naturalistische Buchmalerei dieser Gent-BrĂŒgger-Schule steht an der Schwelle zur Malerei der Renaissance.

Die nördlichen Niederlande brachten nur wenige bedeutende gotische Manuskripte hervor. Das wichtigste Zentrum war Utrecht. Aus der nahegelegenen PrĂ€monstratenserabtei Marienweerd stammen eine Reimbibel des Jacob van Maerlant[47] und von der Hand desselben Malers eine Bilderhandschrift Der naturen bloeme[48] aus dem 14. Jahrhundert. In Utrecht entstand um 1440 durch einen anonymen Meister das prĂ€chtigste und fantasievollste Exemplar der nördlichen Buchmalerei mit ĂŒber 150 Miniaturen: Das Stundenbuch der Katharina von Kleve,[49] das deutlich von der flĂ€mischen Tafelmalerei, besonders von Robert Campin beeinflusst wurde. Ebenfalls in Utrecht sowie in Köln war um 1470–1510 der Meister des BartholomĂ€us-Altars als Buch- und Tafelmaler tĂ€tig. StĂ€rker als im SĂŒden verdrĂ€ngte in Holland die Gravierkunst die Buchmalerei gegen Ende des 15. Jahrhunderts. Den Überblick ĂŒber die nordniederlĂ€ndische Kunst der Gotik erschweren die Verluste durch den reformatorischen Bildersturm im 16. Jahrhundert.

Bearbeiten Deutscher Sprachraum

Meister der Weltchronik des Rudolf von Ems[50] Szenen aus Strickers Karl (Oberrhein, um 1300).
Wenzelsbibel[51] (Prag, 1389–1400).

Der von der gotischen Architektur beeinflusste und durch die zackige, scharfbrĂŒchige Gestaltung der GewĂ€nder charakterisierte Zackenstil leitet im deutschen Sprachraum zur Gotischen Malerei ĂŒber. Erst um 1300 setzte sich der gotische Stil in allen deutschen Regionen durch. Im Vergleich zu Frankreich dominierten die klösterlichen Skriptorien die Buchmalerei lĂ€nger und kommerzielle WerkstĂ€tten drĂ€ngten erst relativ spĂ€t in den Vordergrund.

Als erste Region nahmen der oberrheinische und der Bodenseeraum sowie der niederrheinische Kulturkreis die aus Frankreich kommenden neuen Stilelemente auf. Besonders das Elsass, wo Straßburg im 13. Jahrhundert das unbestrittene Zentrum der deutschen Gotik war, spielte eine zentrale Rolle im französisch-deutschen Kulturaustausch. Eine wichtige Mittlerrolle hatten auch Lothringen, wo Metz ein wichtiger Produzent von StundenbĂŒchern war, sowie das Maasland um LĂŒttich. SĂŒdlich des Bodensees, in ZĂŒrich, entstand zwischen 1300 und 1340 die Manessische Liederhandschrift[13] mit 137 Dichterbildern, die auch als Textzeuge des mittelhochdeutschen Minnesangs von ĂŒberragender Bedeutung ist. In der Region zwischen Konstanz und ZĂŒrich entstanden in der ersten HĂ€lfte des 14. Jahrhunderts weitere herausragende Codices, darunter zwei Handschriften jeweils mit der Weltchronik des Rudolf von Ems in Verbindung mit dem Karl des Stricker[52] oder das Katharinentaler Graduale[9].

Wichtige frĂŒhgotische Werke waren zwei franko-flĂ€misch beeinflusste 1299 von Johann von Valkenburg in Köln illuminierte Gradualien.[53] Nach 1400 wurde Köln, eine der grĂ¶ĂŸten StĂ€dte Europas und seit 1388 UniversitĂ€tsstadt, erneut ein Mittelpunkt der Buchkunst. Stephan Lochner war hier nicht nur als Tafel-, sondern auch als Buchmaler tĂ€tig.

Im Laufe des 14. Jahrhunderts erreichte der gotische Stil schrittweise östliche Regionen: ZunĂ€chst traten österreichische Klosterskriptorien in St. Florian, KremsmĂŒnster, Admont, Seitenstetten, Lilienfeld, Zwettl und Klosterneuburg in Erscheinung, die von Italien beeinflusst waren und um 1330 allmĂ€hlich zu einem realistischen Stil gelangten. In Wien richtete Albrecht III. um 1380 eine höfische Buchmalerwerkstatt ein, die bis Mitte des 15. Jahrhunderts aktiv war. Nach einer Unterbrechung von einigen Jahren lebte die Buchmalerei unter Kaiser Maximilian I. wieder auf, erreichte neue Höhen und vollzog den Stilwandel zur Renaissance. Gleichzeitig gewann unter Maximilian der Buchdruck und die Druckgrafik an Gewicht, etwa durch die gedruckte Ausgabe des Theuerdanks.

In der zweiten HĂ€lfte des 14. Jahrhunderts erlebte auch Böhmen durch die höfische Buchmalerei am Hof der Luxemburger unter Kaiser Karl IV. und König Wenzel ihren glanzvollen Höhepunkt. Prag hatte sich zum politischen und kulturellen Zentrum des kaiserlichen Reiches entwickelt und besaß seit 1348 die erste deutsche UniversitĂ€t. Besonders die Wenzelswerkstatt produzierte etwa zwischen 1387 und 1405 Höhepunkte der gotischen Buchmalerei, darunter die sechsbĂ€ndige Wenzelsbibel,[51] die Goldene Bulle[14] und eine Willehalm-Handschrift.[54]

Bearbeiten Italien

De arte venandi cum avibus[55] (SĂŒditalien, 3. Viertel des 13. Jahrhunderts).
Simone Martini: Frontispiz des Codex Ambrosianus[56] aus dem Besitz Petrarcas, Vergil mit Allegorien (Siena, um 1340).

LĂ€nger als in anderen europĂ€ischen LĂ€ndern war die italienische Buchmalerei vom byzantinischen Einfluss geprĂ€gt, der sowohl im nach Osten ausgerichteten Venedig, als auch in SĂŒditalien noch lange dominant blieb. Zu den bemerkenswerten Arbeiten in byzantinischer Tradition gehört das auf 1259 datierte Epistolar des Giovanni da Gaibana[57] aus Padua. Unter anderem ĂŒber die Staufer waren schon im frĂŒhen 13. Jahrhundert auch deutsche EinflĂŒsse besonders nach SĂŒditalien gelangt. BerĂŒhmte fĂŒr die Staufer illustrierte Sachtexte sind der Traktat De arte venandi cum avibus[55] (Über die Kunst, mit Vögeln zu jagen), der mit naturnahen Studien von Greifvögeln illustriert wurde, und De balneis puteolanis[58] aus der zweiten HĂ€lfte des 13. Jahrhunderts. Gerade das Falkenbuch zeigt, dass ĂŒber Sizilien auch die islamische Buchkunst auf die sĂŒditalienische Buchmalerei einwirkte. Im Laufe des Trecento und des Quattrocento entfalteten sich immer mehr StĂ€dte zu Kunstzentren, die die Kunst als Mittel der ReprĂ€sentation förderten und darum wetteiferten, die besten KĂŒnstler an sich zu ziehen. Bestimmte zu Beginn des 14. Jahrhunderts noch der französische Einfluss die italienische Buchmalerei, so treten im 14. Jahrhundert zunehmend eigenstĂ€ndige Stile in den verschiedenen Regionen und individuelle KĂŒnstlerpersönlichkeiten hervor. Die Beziehung zwischen Monumental- und Buchmalerei nahm in dieser Zeit kontinuierlich zu und die Miniaturkunst ĂŒbernahm zunehmend Kompositionsschemata der großformatigen Malerei. Die in ihrer BlĂŒte stehende italienische Literatur machte die Findung neuer Illustrationsschemata erforderlich. Im Laufe des 14. Jahrhunderts rĂŒckten mehr und mehr volkssprachige Werke wie Dantes Göttliche Komödie oder das Decamerone von Giovanni Boccaccio in den Mittelpunkt des Interesses und wurden hĂ€ufig illustriert.

In Rom und den Klöstern des Latium war das antike Erbe ĂŒbermĂ€chtig und verhinderte lange die produktive Rezeption der gotischen Formensprache. Mit der Verlegung des Papstsitzes in das französische Avignon fiel dieser wichtigste Auftraggeber zwischen 1309 und 1377 aus.

Die Zentren der italienischen Buchmalerei wurden jedoch die von den Visconti regierten oberitalienischen StĂ€dte Mailand und Pavia, wo der französische Einfluss vorherrschend war. Am Hof der Visconti, der dynastisch mit Burgund verbunden war, entstanden in erster Linie höfische Ritterromane wie der Tristan oder der Lancelot.[59] Zu den herausragenden Buchmalern zĂ€hlte gegen Ende des 14. Jahrhunderts Giovannino de’ Grassi, der unter anderem ein Offizium und ein Breviarum Ambrosianum[60] fĂŒr Gian Galeazzo Visconti illustrierte. Andere Maler im Dienst der Visconti waren Belbello de Pavia und Michelino da Besozzo.

In Bologna entwickelte sich im Umfeld der dortigen UniversitĂ€t eine eigenstĂ€ndige Buchmalerei, deren erste namhaften Vertreter der von Dante gefeierte Oderisio da Gubbio und NiccolĂČ di Giacomo waren. Die UniversitĂ€t brachte auch neue Buchtypen hervor, besonders juristische BĂŒcher wurden fĂŒr die berĂŒhmte rechtswissenschaftliche FakultĂ€t illuminiert, aber auch Texte klassischer Autoren.

In Mittelitalien setzte sich in bĂŒrgerlichem Umfeld ein lebensnaher, mehr volkstĂŒmlicher Illustrationsstil durch, wie ihn Domenico Lenzi aus Florenz um die Mitte des 14. Jahrhunderts verkörperte. Die frĂŒheste Rezeption der rĂ€umlichen Bildauffassung Giottos findet sich in den Miniaturen des Pacino di Bonaguida. Zu den originellsten KĂŒnstlern zĂ€hlt Bernardo Daddi, dessen Hauptwerk der Biadaiolo ist. Die florentinischen Buchmaler verzichteten hĂ€ufig auf jeden dekorativen Schmuck und konzentrierten sich ganz auf die reine Textillustration. Der aus Siena stammende Simone Martini schuf vor allem Monumentalmalereien, war aber auch als Miniaturist tĂ€tig, so im Auftrag Petrarcas, fĂŒr den er um 1340 das Frontispiz des Codex Ambrosianus malte.

Bearbeiten Spanien und Portugal

Cantigas de Santa Maria[61] (Kastilien, 1283).

Bis in das hohe Mittelalter waren Spanien und Portugal mozarabisch geprĂ€gt, die christliche Kunst blieb von den Entwicklungen im ĂŒbrigen Europa weitgehend isoliert. Mitte des 13. Jahrhunderts hatte die Reconquista die Iberische Halbinsel jedoch bis auf Granada wieder in christliche Gewalt gebracht. In der Folge öffnete sich die Kunst der vier Königreiche Katalonien-Aragonien, Kastilien-LeĂłn, Portugal und Navarra langsam europĂ€ischen EinflĂŒssen. Seit dem 13. Jahrhundert kamen KĂŒnstler aus Frankreich, den Niederlanden und Italien vor allem an den kastilischen Hof in Madrid und in die katalanische Handelsmetropole Barcelona. Besonders offen fĂŒr französische und italienische EinflĂŒsse war bis Mitte des 14. Jahrhunderts das Königreich Mallorca.

Zu den herausragenden Werken der Buchmalerei des 13. Jahrhunderts gehören die fĂŒr Alfons X. aufgezeichneten und illuminierten Cantigas de Santa Maria und das Libro de los juegos.

Bearbeiten Skandinavien

Die Buchmalerei spielte innerhalb der skandinavischen Kunst eine untergeordnete Rolle und war von bescheidenem Niveau. Die relativ geringe Zahl von wohlhabenden Klöstern, bedeutenden Schulen sowie lese- und schreibfĂ€higer Personen trugen maßgeblich zu dieser marginalen Rolle der Buchkunst bei. Stilistisch war sie von der angelsĂ€chsischen und der deutschen Kunst beeinflusst, bewahrte aber die Formensprache frĂŒherer Epochen jeweils lĂ€nger. So ist die Buchmalerei des 13. Jahrhunderts weitgehend auf archaisierende historisierende Initialen im romanischen Stil beschrĂ€nkt. Erst um 1300 setzen sich unter englischem Einfluss gotische Formen durch. Gleichzeitig weisen viele nordeuropĂ€ische Buchmalereien des gesamten Mittelalters eine provinzielle VolkstĂŒmlichkeit auf. Unter den illustrierten skandinavischen Codices nehmen RechtsbĂŒcher eine prominente Stellung ein.

Bearbeiten JĂŒdische Buchmalerei aus gotischer Zeit

Haggada-Illustration, Psalm 79, Vers 6 (Deutschland, 14. Jahrhundert).

Einen Sonderfall der gotischen Malerei stellt die jĂŒdische Buchmalerei hebrĂ€ischer Manuskripte dar, die einerseits Teil der regionalen Kunstlandschaften war und sich in den zeitgenössischen Stil des jeweiligen Landes einfĂŒgte, andererseits in ganz Europa Gemeinsamkeiten aufwies und sich so von den lokalen Schulen abhob.

In Europa tritt die jĂŒdische Buchmalerei erst seit dem 13. Jahrhundert mit figĂŒrlichen Darstellungen in Erscheinung, wĂ€hrend sie ursprĂŒnglich ganz auf das Ornament beschrĂ€nkt war.[62] Die liturgischen, in der Synagoge verwendeten jĂŒdischen Bibeln hatten grundsĂ€tzlich die Form von Schriftrollen und waren immer schmucklos. Die illustrierten religiösen BĂŒcher waren fĂŒr den privaten Gebrauch bestimmt, dabei handelte es sich in erster Linie um die hebrĂ€ische Bibel mit der Tora, dem Pentateuch, den Propheten und den Ketuvim. Andere jĂŒdische Texte, die hĂ€ufig illustriert wurden, waren die Haggada, der Ehevertrag Ketuba sowie die Schriften des Moses Maimonides und des Raschi.

Die Buchkunst der Sepharden in Spanien und der Juden in der Provence wurde stark von orientalischen Dekorationssystemen geprĂ€gt und erreichte ihren Gipfel im 14. Jahrhundert. Charakteristisch waren ganzseitige Illustrationen und die Darstellung der KultgerĂ€te des Stiftszeltes in Goldfarbe. Typisch fĂŒr die wenigen erhaltenen jĂŒdischen Bibeln von der iberischen Halbinsel ist die Verbindung der europĂ€ischen Gotik mit muslimischer Ornamentik. Dies gilt zum Beispiel fĂŒr die besonders prĂ€chtige katalonische Farchi-Bibel[63] (1366–1382) des Elischa ben Abraham Crescas. Mit der Ausweisung der Juden aus Frankreich 1394 sowie 1492 aus Spanien, wo bereits 1391 viele jĂŒdische Gemeinden zerschlagen worden waren, und anschließend aus Portugal endete diese kulturelle BlĂŒte in diesen LĂ€ndern abrupt.

Bearbeiten Literatur

  • Ernst GĂŒnther Grimme: Die Geschichte der abendlĂ€ndischen Buchmalerei. 3. Auflage, DuMont, Köln 1988, ISBN 3-7701-1076-5
  • Christine Jakobi-Mirwald: Das mittelalterliche Buch. Funktion und Ausstattung. Stuttgart, Reclam 2004, ISBN 3-15-018315-4 [Besonders Kapitel Gotische Buchmalerei, S. 263–272.]
  • Ehrenfried Kluckert: Malerei der Gotik. Tafel-, Wand- und Buchmalerei. In: Gotik. Architektur – Skulptur – Malerei. Hrsg. v. Rolf Toman. Ullmann & Könemann 2007, ISBN 978-3-8331-3511-8 S. 386–467. [Buchmalerei S. 460–467.]
  • Lexikon des Mittelalters: Buchmalerei. 1983, Band 2, Sp. 837–893. [BeitrĂ€ge von K. Bierbrauer, Ø. Hjort, O. Mazal, D. Thoss, G. Dogaer, J. Backhouse, G. Dalli Regoli, H. KĂŒnzl]
  • Otto Mazal: Buchkunst der Gotik. Graz, Akademische Druck- u. Verlagsanstalt 1975.
  • Bernd Nicolai: Gotik (Kunst-Epochen, Band 4), Stuttgart, Reclam 2007, ISBN 978-3-15-018171-3
  • Otto PĂ€cht: Buchmalerei des Mittelalters. Eine EinfĂŒhrung. MĂŒnchen, Prestel-Verlag 1985, ISBN 3-7913-0668-5.
  • Ingo F. Walther, Norbert Wolf: Meisterwerke der Buchmalerei. Köln u. a., Taschen 2005, ISBN 3-8228-4747-X

Bearbeiten Weblinks

Commons Commons: Gotische Buchmalerei â€“ Bilder, Videos und Audiodateien

Bearbeiten Einzelnachweise und Signaturen der erwÀhnten Handschriften

  1. ↑ a b Den Haag, Museum Meermanno-Vesteenianum, Ms 10 B 23. Literatur: Walther/Wolf, S. 222–223.
  2. ↑ a b c Walther/Wolf, S. 35.
  3. ↑ a b Chantilly, MusĂ©e CondĂ©, Ms. 66. Literatur: Walther/Wolf, S. 142–145.
  4. ↑ Nicolai, S. 50.
  5. ↑ Jakobi-Mirwald, S. 263.
  6. ↑ Die Erfindung des Papiers wird Cai Lun zugeschrieben
  7. ↑ BrĂŒssel, Königliche Bibliothek, Ms. 9242. Literatur: Walther, S. 467.
  8. ↑ Jakobi-Mirwald, S. 156f.
  9. ↑ a b ZĂŒrich, Schweizerisches Landesmuseum, LM 26117. Literatur: Walther, S. 26–27.
  10. ↑ Karlsruhe, Badische Landesbibliothek, Cod. U.H. 1.
  11. ↑ Christine de Pizan: Das Buch von der Stadt der Frauen. Herausgegeben von Margarete Zimmermann. dtv klassik, MĂŒnchen 1990, S. 116.
  12. ↑ a b c Chantilly, MusĂ©e CondĂ©, Ms. 65. Literatur: Walther/Wolf, S. 280–285.
  13. ↑ a b c Heidelberg, UniversitĂ€tsbibliothek, Cod. pal. germ. 848. Literatur: Walther/Wolf, S. 196–199.
  14. ↑ a b Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. 338.
  15. ↑ Paris, Bibliothùque nationale, Ms. fr. 19093.
  16. ↑ Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Codex Vindobonensis 2554. Literatur: Walther/Wolf, S. 157–159.
  17. ↑ LexMa, Sp. 855.
  18. ↑ Kluckert, S. 460.
  19. ↑ Paris, Bibliothùque nationale, lat. 10525. Literatur: Walther/Wolf, S. 178–179.
  20. ↑ Paris, Bibliothùque nationale, lat. 17326.
  21. ↑ Paris, Bibliothùque nationale, fr. 2186.
  22. ↑ Paris, Bibliothùque nationale, lat. 1023. Literatur: Walther/Wolf, S. 466.
  23. ↑ New York, Metropolitan Museum of Art, The Cloisters. Literatur: Walther/Wolf, S. 208–211.
  24. ↑ Darunter das Belleville-Stundenbuch, Paris, Bibliothùque nationale, lat. 10483–10484. Literatur: Walther/Wolf, S. 206–207.
  25. ↑ Chantilly, MusĂ©e CondĂ©. Literatur: Walther/Wolf, S. 320–323.
  26. ↑ Chantilly, MusĂ©e CondĂ©, London, British Library, Add. 37421; New York, Metropolitan Museum; Paris, BibliothĂšque nationale de France, n.a. lat. 1416; Paris, Louvre, Departement des Arts graphiques, R. F. 1679, M. I. 1093; Paris, MusĂ©e Marmottan; Upton House, Lord Bearsted (National Trust). Literatur: Walther/Wolf, S. 320–323.
  27. ↑ Paris, Bibliothùque nationale, fr. 6465. Literatur: Walther/Wolf, S. 342–345.
  28. ↑ Wien, Österreichischen Nationalbibliothek, Codex Vindobonensis 2597. Literatur: Walther/Wolf, S. 354–355.
  29. ↑ a b Oxford, Bodleian Library, Ms. Douce 180. Literatur: Walther/Wolf, S. 186–187.
  30. ↑ a b London, British Library, Ms. Royal 2. B. VII.
  31. ↑ London, British Library, Ms. Royal Ms. 2 A.
  32. ↑ Cambridge, Fitzwilliam-Museum; London, Society of Antiquaries (Lindsey Psalter).
  33. ↑ Oxford, All Souls College, Ms. 6.
  34. ↑ London, British Library, Ms. Add. 44874.
  35. ↑ London, British Library, Ms. Add. 50000. Literatur: Walther/Wolf, S. 465.
  36. ↑ London, British Library, Ms. Add. 24686.
  37. ↑ Oxford, Bodleian Library, Ms. Douce 366.
  38. ↑ London, British Library, Ms. Add. 42130. Literatur: Walther/Wolf, S. 286–287.
  39. ↑ London, British Library, Ms. Add. 49622.
  40. ↑ London, British Library, Arundel Ms. 83. pt I. Literatur: Walther/Wolf, S. 200–201.
  41. ↑ BrĂŒssel, Königliche Bibliothek, Ms. 9961–62.
  42. ↑ Cambridge, Trinity College Library, Ms. R. 16.2. Literatur: Walther/Wolf, S. 166–167.
  43. ↑ London, Lambeth Palace, Ms. 209. Literatur: Walther/Wolf, S. 182–183.
  44. ↑ Berlin, Staatsbibliothek, mgq 42.
  45. ↑ Turin, Museo Civico, Ms. 47. Literatur: Walther/Wolf, S. 239–241.
  46. ↑ New York, Pierpont Morgan Library, M. 493. Literatur: Walther/Wolf, S. 372–373.
  47. ↑ Groningen, UniversitĂ€tsbibliothek, Ms. 405.
  48. ↑ Leiden, UniversitĂ€tsbibliothek, B.P.L. 14 A.
  49. ↑ New York, Pierpont Morgan Library, M 917 und 945. Literatur: Walther/Wolf, S. 310–311.
  50. ↑ Berlin, Staatsbibliothek, Mgf. 623.
  51. ↑ a b Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. 2759–64. Literatur: Walther/Wolf, S. 242–247.
  52. ↑ St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. 302; Literatur: Walther/Wolf, S. 192–193. Berlin, Staatsbibliothek, Mgf. 623. Literatur: Walther/Wolf, S. 194–195.
  53. ↑ Bonn, UniversitĂ€tsbibliothek, Cod. 384; Köln, Diözesanmuseum.
  54. ↑ Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. Ser. n. 2643.
  55. ↑ a b Rom, Vaticana, Cod. Pal. lat 1071. Literatur: Walther/Wolf, S. 172–173.
  56. ↑ Mailand, Ambrosiana.
  57. ↑ Padua, Seminario.
  58. ↑ Rom, Biblioteca Angelica.
  59. ↑ Paris, Bibliothùque nationale.
  60. ↑ Mailand, Biblioteca Trivulziana, Cod. 2262.
  61. ↑ El Escorial, Biblioteca de San Lorenzo, Ms.T.I.1. Literatur: Walther/Wolf, S. 188–189.
  62. ↑ Miriam Magall: Kleine Geschichte der jĂŒdischen Kunst. Köln, DuMont 1984. S. 219.
  63. ↑ Letchworth, Sammlung Rabbiner D.S. Sassoon, Ms. 368.
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